Umschlaggeschwindigkeit – Lagerumschlag

Kennzahlen als Analyse-Instrument – der Lagerumschlag

Es gibt eine Reihe von Kennzahlen aus der Branche, die sich aus Erfahrungswerten und an der individuellen Lage orientiert, und aus der sich recht zuverlässig die Lagersituation beurteilen kann, zum Zwecke des bestmöglichen Kapitaleinsatzes.

1.) Umschlaggeschwindigkeit

Die Umschlaggeschwindigkeit des Warenlagers, auch Lagerumschlag, Lagerdrehzahl, Lagerumschlaggeschwindigkeit, LUG genannt, ist für die Bestimmung der umsatzgerechten Lagergröße ein wichtiger Faktor. Wieviel Kapital ist gebunden, wie oft schlägt sich mein Lager um. Ein wichtiger Maßstab ist dadurch auch die Qualität der Einkaufspolitik.

Lagerumschlag = Umsatz : durchschnittlicher Lagerbestand VK

Beispiel = 585.000.00 : 145.000.00 = 4,0
oder = Wareneinsatz EK : durchschnittlicher Lagerbestand EK

In der Formel können für Zähler und Nenner jeweils gleich EK- oder VK- Werte
Eingesetzt werden Die Umschlaggeschwindigkeit bleibt bei beiden gleich.

Die Genauigkeit der Kennzahl hängt von der Berechnungsweise des durchschnittlichen Lagerbestandes ab.

Durchschnittslager = Anfangsbestand + Endbestand : 2 =
Genauer ist folgende Rechnung:
Jahresanfangsbestand + 12 Monatsendbestände : 13 =
Hierbei werden auch evtl. saisonale Schwankungen im Lagerbestand berücksichtigt.

Mit dem Lagerumschlag zeigt sich also, wie lagerkapitalintensiv eine Branche. bzw. ein Geschäft ist. Der Lebensmittelhandel dreht sich ca. 13 mal, ein Juwelier nur 1 mal.

Schlechter geringer Lagerumschlag (kann) bedeutet:

  • ein überhöhtes Lager
  • schwer verkäufliche Ware
  • veralterte Ware
  • bindet Kapital
  • verringert die Liquidität
  • überhöhte Lagerkosten
  • höhere Raumkosten
  • höre Versicherungsgebühren